Krull´s Hus Lorup

Das große Hofgebäude Krull wurde 1899, nachdem es zuvor abgebrannt war, wieder neu aufgebaut. Die Familie Krull zog während dieser Zeit in das zum Hof gehörende Heuerhaus.

Der Hof Krull muss schon um das Jahr 1000 bestanden haben, denn der Flurname ''Salland'' wurde hinter Krull´s Haus angetroffen und bedeutet soviel wie ''klostereigenes Land''.
Der ursprüngliche Name der Hofstelle war der Name Kersten; der Name Krull kam erst im Jahr 1749 durch die Heirat des Wilhelm Krull mit Walburgis Kessens in dieses Haus.

Als 1834 die alte Kirche in Lorup abgebrochen wurde, diente das für 55 Reichstaler gepachtete Haus Krull als Notkirche, bis die neue Kirche 1835 fertig gestellt war.
Eine seltene Begebenheit war am 22.11.1904 in diesem Haus anzutreffen. Es wurden drei Hochzeiten zugleich gefeiert. Gerhard Krull heiratete Elisabeth Immken, Heinrich Olliges mit Thekla Krull und Heinrich Husmann mit Margarethe Krull. Aus diesem nicht alltäglichen Anlass wurde von der Maschinenfabrik Holthaus und Rohjans erstmals in Lorup elektrischer Strom in ein Privathaus geleitet.
Der letzte Hoferbe dieses Hauses war der 1910 in Lorup geborene Wilhelm Krull.
Er heiratete 1950 die 1913 geborene Elisabeth Wübbeler, die 1972 in Lorup verstarb. Wilhelm Krull starb 1982 in Sögel. Aus der Ehe ging eine Tochter, Elisabeth, hervor, die später nach Dörpen heiratete und die Hofstelle an der Hauptstraße in Lorup im Jahre 1982 an die Gemeinde verkaufte.

Das Gebäude wurde mit Hilfe vieler freiwilliger Helfer aus Lorup restauriert und dient heute der Dorfgemeinschaft als Begegnungsstätte, Ausstellungsmöglichkeit und für Heimatabende.

Im Laufe der letzten Jahre wurden auf dem Hofgelände Krull zusätzlich ein Glockenturm, ein Heuerhaus, eine alte Werkstatt und ein Bronzedenkmal errichtet.

Informationen über Krull´s Hus, das sich an der Hauptstraße befindet, erteilt die Gemeinde Lorup.

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