Gemeinde Vrees

Das Wappen

Ein schräglinker Balken wird begleitet oben von einer grünen Eiche mit schwarzem Stamm auf goldenem Feld und unten von einer goldenen Mitra, unterlegt durch einen schräglinken Bischofsstab mit nach unten offener Krucke, von der ein Panisellium mit den Buchstaben S.N. herabhängt, auf rotem Feld.
Der blaue Balken steht für den Namen ''Vrees'', welcher, der ältesten Schreibweise ''Weres'' in der Schenkungsurkunde Ottos d. Gr. von 947 folgend, als ''Moor, Sumpf'' und ''Fließendes, Wasser'' gedeutet werden kann.

Ebenso versinnbildlicht er die Gewässer in der Gemarkung Vrees wie Dorfteich und Marka, deren Name ''Grenzbach'' ihre Bedeutung im Laufe der Geschichte genau beschreibt.

Die grüne Eiche ist Symbol für die vielen gepflegten und darum auch so beeindruckenden Eichenbrinke in und um Vrees, die dem Dorf seinen besonderen Reiz verleihen. Die Eiche erinnert aber auch an die früheren Landesherren, die Fürstbischöfe von Münster und die Herzöge von Arenberg, die den Hümmling vorzugsweise als Jagdgebiet nutzten. Der Eleonorenwald bei Vrees ist immer noch ein beachtlicher Rest solcher hochherrschaftlicher Jagd- und Forstreviere.

Mitra und Stab in Verbindung mit den Buchstaben S. für Sanctus und N. für Nikolaus verweisen auf den Schutzpatron der Pfarrkirche, die noch heute den weithin sichtbaren Mittelpunkt der Gemeinde bildet. Den hl. Nikolaus zum Patron eines kleinen Dorfes, fernab von Schifffahrt und Welthandel gelegen, zu wählen, ist historisch interessant und darum wert, im Wappenbild festgehalten zu werden.

Die Farben Rot und Gold drücken die Verbundenheit mit den anderen vier Gemeinden Lahn, Lorup, Rastdorf und Werlte aus, die zusammen mit der Gemeinde Vrees seit 1973 die Samtgemeinde Werlte bilden und auf deren Wappen ebenfalls diese Farben stehen.